Autismus Bücher
Valerie Paradiz: Hörst du mich? Leben mit einem autistischen Kind
Der deutsche Titel ist leider etwas verunglückt, aber das Buch ist verdammt gut. Nicht nur für Eltern.
Mark Haddon: Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone
Eine Empfehlung auch für alle, die sich eigentlich gar nicht für Autismus interessieren, sondern nur ein gutes Buch lesen wollen.
Autism Culture
Autism Culture ist ein Projekt autistischer Menschen. Das Projekt soll eine autistische Kultur vorstellen, Bücher und Videos von Autist_innen rezensieren, Vorurteile und Pathologisierung abbauen. Wir werden über Konzepte wie Autistic Pride, autistische Kultur, und neurologische Vielfalt schreiben sowie darüber, wie es ist, als Autist in einer neurotypischen Kultur zu leben, über autistische Interessenvertretung, Autismus Bücher und anderes.
| Autismus und Intelligenz |
| Sunday, 20 April 2008 | |
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Die Entdeckung war purer Zufall, das Nebenprodukt einer anderen Studie. Eigentlich hatte niemand die Frage gestellt, doch die Antwort drängte sich auf: Autisten sind wesentlich intelligenter als bisher angenommen. Prof. Laurent Mottron wollte für eine Studie autistische und nicht-autistische Kinder mit demselben IQ vergleichen. Als er den IQ der Kinder zu messen versuchte und dafür verschiedene Tests verwendete, fand er heraus, dass Autisten im selten verwendeten Raven-Matrizen-Test bis zu 30 IQ-Punkte besser abschneiden als im meistens verwendeten Wechsler-Test. Und warum sind Forscher nicht längst auf diese Idee gekommen? Vermutlich weil andere Forscher nicht mit Michelle Dawson zusammenarbeiten... Michelle Dawson war an dieser Entdeckung maßgeblich beteiligt. Sie kritiert die bisherigen Methoden, die Intelligenz autistischer Menschen zu messen und zieht einen Vergleich zu Blindheit: Blinden Menschen würde man keinen Test geben, der stark auf dem Sehvermögen aufbaut und dann ihre Ergebnisse als korrekte Messung ihrer Intelligenz interpretieren. Inzwischen veröffentlichte Michelle Dawson eine Studie zur Intelligenz autistischer Menschen, die unter Wissenschaftler_innen viel diskutiert wird. Dawson kommt darin zu dem Ergebnis, dass die Intelligenz von autistischen und nichtautistischen Menschen sich nicht quantitativ, sondern qualitativ unterscheidet. Weil in unserer Gesellschaft Chancen gegeben und genommen werden, je nachdem welchen IQ die Chancenverteiler_innen bei einer Person vermuten, sind solche Studien wichtig. |